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Der Großpudel hat grundsätzlich eine sehr robuste Gesundheit und keine typischen Erkrankungsbilder. Voraussetzung sind aber eine artgerechte Ernährung und eine gesundheitserhaltende Pflege, die nicht sehr aufwendig ist. Es kommt auf die Regelmäßigkeit an.
Das Scheren der Haare ist natürlich ein Mehraufwand gegenüber anderen Hunden, allerdings erhält man dafür den Vorteil, dass der Pudel keine Haare verliert.

Auf dieser Unterseite werden ein paar regelmäßige Pflegemaßnahmen und das benötigte Werkzeug vorgestellt, die für das dauerhafte Wohlbefinden und die Gesundheit des Hundes nötig sind.

Die Empfehlungen von Herstellern, wenn erwähnt, beruhen auf unseren Erfahrungen (!!) mit den Werkzeugen und sagen nicht aus, dass andere Produkte weniger geeignet sind.

Fotos unser Zucht schwarzer Königspudel: hier klicken


Zu empfehlen ist eine Box (Beauty-Case, *g) zur Aufbewahrung der Scheren, Zahn- und Haarpflegemittel, die es auch für ein paar Euro auf dem Flohmarkt gibt.

1x wöchentlich:
Zuerst wird mit dem Striegel (rechts) das Fell im oberen Bereich ausgebürstet, danach mit einem breiten Zinkenkamm das Fell bis auf die Haut durchgekämmt.
Damit werden Haar-Verfilzungen vermieden. Verflitzungen sind harte plattenförmige Haarknäul, die nicht mehr durchgekämmt werden können, sie müssen herausgeschnitten werden.
Verfilzungen entstehen meist unter den Achseln und an den Ohren.

2 Scheren sind zu empfehlen:
Eine gerade Schere mit ca. 20 cm Länge und eine leicht gebogene mit ca. 19 cm Länge.
Haushaltsscheren sind ungeeignet.
Diese Hundescheren sind mikroverzahnt, gehärtet und scharf, so dass sie die feinen Haare gut erfassen und über eine lange Einsatzzeit genutzt werden können.
Brauchbare Scheren  sind ab etwa 50 bzw. 60 Euro aufwärts zu bekommen.

Mikroverzahnung einer gebogenen Schere (heller Bereich) der Fa. Meteor. Diese Scheren liegen im oberen Preissegment deutlich über 100 Euro.
Mit der Mikroverzahnung werden die sehr feinen Haare des Pudels erfaßt und fixiert, so daß sie korrekt geschnitten werden könen. Bei einer glatten Schere weichen die Haare aus und es kommt zu unsauberen und unregelmäßigen Schnitten.

Mit der geraden Schere werden die Haare an den Beinen und der Rute gekürzt, mit der gebogenen das Krönchen und die Konturen im Brustbereich.
Der Rumpf wird mit der Schermaschine geschnitten.


Februar 2011

Tosca in Modeschur.

Der Körper wird mit einem 7mm-Scherkopf geschoren, das Gesicht mit 1,2mm.

Die Beine sind mit einer geraden Schere geschnitten, das Krönchen und Rundungen mit einer gebogenen Schere.

Mehr Fotos von Tosca:
hier klicken

August 1999

Prisca in Modeschur, Schnitt wie Tosca (oberhalb), die Ohrhaare sind länger gehalten und abgestuft.

Das Beinkleid ist voluminöser gehalten, die Winkelung ist nicht mehr so gut sichtbar.

Sommer 2008

Caja aus dem C-Wurf im Retrieverclip.

Der Körper wird rundherum mit 7 mm geschnitten.





Foto Besitzer

Caja im Retrieverclip





Foto Besitzer



Katie mit Peggy-Kopf, wie er in den 1950er Jahren für Pudel mordern war.
Allerdings wurden damals die Ohrhaare sehr kurz geschoren.



Der Peggy-Kopf ist eine Abwandlung der Karakulschur.


Zugluft, z.B. offene Autofenster, auf Fluren oder auch ein scharfer kalter Wind auf dem Feld, verursachen Bindehautent-zündungen, die schnell behandelt werden müssen.
Im Augenwinkel rechts sieht man den Beginn einer Bindehaut-Entzündung.
Das Auge tränt oder es bildet sich im Augenwinkel ein eitriges Sekret. Mit einem feuchten Küchentuch wird das Auge mehrmals am Tag leicht ausgerieben, dabei immer zur Nasenspitze hin reinigen. Rötet sich das Auge, muß man zum Tierarzt, der ggf. antibiotische Mittel einsetzen wird.

Fotos von Angie: hier klicken

Das vielleicht größte Problem bei den Pudeln, bzw. Hunden mit Schlappohren:
Durch die Haare im Ohr wird der Ohrschmalzabgang verhindert und es kommt zu einer schmerzhaften Ohrentzündung, die vom Tierarzt behandelt werden muß. Es gibt aber auch noch andere Ursachen, wie Milben und Pilze, meist sind sie aber eine Folge ungepflegter Ohren.

Vorbeugen kann man nur, in dem regelmäßig der Ohreingang kontrolliert wird und der Hund beobachtet wird. "Wer mit den Ohren schlackert, macht sich verdächtig."
Rötungen und Geruch im Ohr sind die ersten Anzeichen.
Die Haare werden mit einer Flachpinzette ausgerupft, was sich schlimm anhört und anfangs sicher auch wehtut (für alle). Ist der Hund daran gewöhnt, scheint es besser zu gehen.
Ohrentzündungen sind aber sicher schmerzhafter über einen längeren Zeitraum, und ungesünder, denn sehr wahrscheinlich muß auch hier Antibiotika angewandt werden müssen.
Die Haare nur im sichtbaren oberen Bereich des Ohres entfernen und nur in diesem Bereich mit einem Q-Tip und einem Ohrreinigungsmittel reinigen. Tiefer liegende Bereiche sind Sache des Tierarztes!
Die Empfänglichkeit für Ohrentzündung ist individuell, einige haben sehr selten Probleme und das Ausrupfen ist nicht nötig, bei anderen wiederum muß man alle 2-3 Wochen die Ohren gut reinigen.

Die Milchzähne des Junghundes fallen etwa ab dem 4. Monat aus. Zuerst die vorderen Schneidezähne, 1-2 Wochen später die Backenzähne und dann die Reißzähne.

In dieser Zeit sollten keine Impfungen oder Medikamente (Antibiotika) gegeben werden, da dies zu Zahnverfärbungen oder Ausbleiben von Zähnen führt.

Besondere Aufmerksamkeit benötigen die Milchzähne nicht, aber bei den kommenden und bleibenden Zähne muss öfter kontrollieren, ob sie sich richtig im Scherengebiß einbauen.
Korrekturen kann man vornehmen, in dem man täglich mehrmals einen leichten dauerhaften Druck auf einen Zahn ausübt, damit z.B. die Reißzähne nicht in den Gaumen wachsen.

Mehr Info zur Pflege/Gewichtskontrolle eines Welpen bzw. Junghundes  hier klicken

Der Waffenschrank von Angie.
Zahnstein und daraus folgende Probleme wie unangenehmer Geruch, Knochenschwund und später Zahnausfall, sind ausschließlich eine Folge von schlechter Pflege und vermeidbar.
Die frühzeitige Entfernung beugt dem Festsetzen des Zahnsteins vor, der dann nur unter Narkose mit Ultraschall beseitigt werden kann.
Die Zahnsteinbildung ist auch individuell verschieden ausgeprägt und man muß sich entsprechend darauf einstellen.
Etwa alle 4 Wochen sollte man daher den weichen noch weißen Zahnstein entfernen. Mit Zahnbürste, es gibt auch doppelte Bürsten, die auf beiden Seiten gleichzeitig reinigen, läßt sich der Belag entfernen. Etwas festsitzenden Zahnstein kann man noch mit dem Daumennagel entfernen, vielleicht noch mit einem Zahnbesteck nachhelfen, bei entsprechender Vorsicht.
Solche Pflegeprozeduren müssen auch trainert werden. Der Hund muß es sich gefallen lassen, dass an ihm "rumgefummelt" wird.

Eine gesunde artgerechte Ernährung gehört auch zur Zahnpflege.

Hier zerlegt Jette eine Beinscheibe. An  dem Markknochen nagt sie auch noch einige Zeit.

Mehr Fotos von Luise
hier klicken

und von Jette:
hier klicken

Pfotenpflege:
Die Haare zwischen den Pfotenballen sollten kurzgeschnitten bleiben (Pfötchenscherkopf). Hier können sich im Winter Eisklumpen festsetzen, die den Hund beim Laufen stören oder sogar Schmerzen verursachen.
Mit den kurzgeschnittenen Haaren wird auch deutlich weniger Schmutz ins Haus getragen.
Im Winter sollten nach Salzkontakt die Pfoten mit lauwarmen Wasser gespült werden. Eine besondere Pflege wie Einfetten der Pfotenballen ist nicht zu empfehlen, es sei denn, die Hornhaut ist rissig oder verletzt.
Häufiges Einfetten (Vaseline, Hirschtalg) ist eher nachteilig, da es die Hornhaut aufweicht und weiche Hornhaut beim Laufen Schmerzen verursacht.

Foto Anna-Sophia Schmitz

Mehr Fotos von Kalle: hier klicken

Schermaschinen von der Fa. Aesculap und der Fa. Oster sind mehr für den professionellen Bereich (Tierärtze, Hundesalons) ausgerichtet und deutlich teurer als die Schermaschine der Fa. Moser, Typ 1245. Benötigt werden für eine Gebrauchshundeschur wie bei unseren Großpudeln 3 Scherköpfe, einen 7mm Scherkopf für den Körper, 1mm für das Gesicht und ein Pfötchenscherkopf für die Pfoten.
Für 1 oder 2 Hunde ist die Moser völlig ausreichend und hat bei uns über Jahre sehr gute Dienste verrichtet.

Schermaschinen,
links Aesculap II,
rechts von der Fa. Moser.
In der Mitte Aesculap-Scherköpfe (passen nicht auf die Moser!), die auf die Schermaschine aufgesetzt werden.
Von unten:
Pfötchenscherkopf
1mm Scherkopf

7mm Scherkopf

Die Fa. Moser (Fa. Wahl GmbH) hat ebenfalls eine Vielzahl von Scherköpfen im Angebot.
Scherköpfe der
Fa. Oster passen auch auf die Moser.

Die Scherköpfe müssen allerdings je nach Pflege und Einsatz nachgeschliffen werden.

Oster- Schermaschine Classic 76 mit einem Pfötchen-Scherkopf. 

Haarpflege

Welpen brauchen erst nach 10/11 Monaten das erste Mal komplett geschoren werden, bis dahin nur Gesicht, Pfoten und Rutenansatz schneiden.

Wer einen professionell und fachgerecht geschoren Königspudel in
Modeschur sieht, der bleibt erstaunt stehen. Er ist eine
Augenweide, auch für Nicht-Pudelfreunde. Für solche Kunstwerke ist
auch das Geld gut angelegt.

Es gibt aber auch Hundesalons, die einen Pudel nicht richtig scheren
können! Und genau da wird es grausig: Viel Geld ausgegeben für einen
verschnittenen Hund, das ist ärgerlich.

Unsere Empfehlung:

Wer etwas geschickt ist, sollte sich an das Selberscheren geben, den
Hund regelmäßig beischneiden und gelegentlich eine fachgerechte Schur
vornehmen lassen. Und dabei gut aufpassen ! Da wird jetzt so manche
echte Pudelfriseurin schmunzeln.
Es ist wirklich nicht einfach, einen Königspudel richtig zu scheren, aber man soll sich auch nicht entmutigen lassen.
Über den ersten Selbstschnitt wird noch gelacht, aber die nächste Chance kommt in 6 Wochen wieder, und es wird immer besser werden. Wer seine Freude daran findet, kann ja auch einen Scherkurs machen, oder sich Informationen beim Züchter einholen.
Vielleicht wird ja auch ein Nebenerwerb daraus, der Spaß macht.

Wenn Sie selbst scheren wollen:

Ausrüstung: Schermaschine Moser 1245 mit 3mm und 7mm Scherkopf, event.
Pfotenscherkopf.
Die Schermaschine kostet etwa 120 Euro incl. 3mm Scherkopf, den 7 mm Scherkopf und Pfotenscherkopf dazukaufen (je 50 EUR). Der 3mm-Scherkopf ist leider nicht die ideale Beigabe, 1mm oder 1,2mm stattdessen wäre besser. Vielleicht kann man den 3mm auch bei Ebay neu verkaufen, das sollte 30 Euro bringen.
Schermaschinen mit Aufsetzkämme sind nicht brauchbar für diese Zwecke.
Ein Profigerät (Tierärzte, Pudelsalon) wäre die Favorita II von der Fa. Aesculap, die etwa 2x so viel kostet. Das gilt auch für die Schermaschinen der Fa. Oster. Die Moser kann qualitativ gut mithalten und ist für 1-2 Hunde völlig ausreichend.

Lieber mehr Aufwand in die Pflege der Scherköpfe stecken (reinigen, nachstellen und stets einölen, Hund vorher waschen, vor allem beim Pfotenschneiden)

Der abgebildete Pfotenscherkopf (10x-Vergrößerung) ist "fertig". Sand im Haar, wie an den Pfoten üblich, machen dem Scherkopf schon beim ersten Schnitt den Garaus.
Ein Nachschleifen ist erforderlich und kostet etwa 20 Euro.

Scheren:

Unbedingt erforderlich: leichtgebogene Schere mit Mikroverzahnung, ca. 19 cm lang
Ggf: gerade Schere mit Mikroverzahnung, 22 cm lang
Haushaltsscheren sind völlig ungeeignet, es sind schon diese mikroverzahnten Spezialscheren nötig, die sehr lange halten.

Kamm:

Grobgezahnter Kamm zum wöchentlichen Auskämmen, Bürsten alleine reicht nicht !Die Haarverfilzungen werden so vermieden.

Wöchentlich:
Haare auskämmen, um Verfilzungen im Haaransatz zu vermeiden. Starke Verfilzungen können nur noch herausgeschnitten werden.

Alle 2-3 Wochen:
Gesicht ausscheren, innere Ohrhaare zupfen, Zahnstein entfernen

Alle 6-8 Wochen: 
Fell waschen, ausfönen, komplett scheren


15.6.2011

Ein nächtlicher Pudelgartenbesucher.

Igel sind wahre Zecken- und Flohmutterschiffe. Eine Zecke ist unter dem Auge sichtbar.

Einmal am Igel schnüffeln bringt garantiert ein Satz Flöhe für den Hund, daher sollte der Kontakt vermieden werden.
Nur sind unsere Hunde uns überlegen, was das Aufspüren der Igel im Garten angeht.

3.6.2011

Zecken sind dieses Jahr ein Plage.

Wir setzen für die Welpen und Großhunde ein ätherisches Öl, PET-fit-Ex ein, chemische Pestizide kommen nicht an unsere Hunde.


Foto: Makro mit Nahfeldlinse

30.6.2011

Die Zecke, meistens handelt es sich um den Gemeiner Holzbock, gehört zu den Milbenarten.
Sie werden aktiv, wenn sie u.a. Buttersäure und Milchsäure wahrnehmen und lassen sich aus Gestrüpp und hohen Gräsern auf ihren Wirt fallen.
In Lauerstellung können die 3 bis 4 mm großen Zecken  viele Wochen ausharren, um auf ihre Chance zu warten.


3.6.2011

Ein abgefallene Zecke, die sich vollgesogen hat, erreicht mehr als die 10-fache Ausgangsgröße.













Foto: Makro mit Nahfeldlinse


 
   
   
   
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